Am 28.10.2026 präsentierten Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines Doktoratskolloquiums des Instituts für Völkerrecht und Internationale Beziehungen Erkenntnisse und Ausschnitte ihrer Forschung. Anschließend diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen und vertieften die Ergebnisse im Plenum. Besonders freute sich das Institut über die Teilnahme von Doktorandinnen aus Südafrika sowie Deutschland.
Eröffnet wurde das Kolloquium mit Präsentationen über das Gewaltverbot im Cyberspace und über die hochaktuelle Wahlbeeinflussung durch algorithmische Empfehlungen in den sozialen Medien.
Der nächste Themenblock zur Kontinuität von Staaten behandelte die Frage, wie das Völkerrecht den Status versinkender Staaten einordnen soll. Eine Teilnehmerin aus Irland untersuchte die paradoxe Frage, ob es einen Staat ohne Territorium geben soll. Beide Präsentationen lösten eine kontroverse Diskussion aus.
Komplexe Fragen stellten sich außerdem bei Arbeiten im Bereich der Menschenrechte, etwa ob nichtstaatliche Gruppen auch in Kriegszeiten Umweltvorgaben beachten müssen. Weiters erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den „rechtlichen Status“ und dessen Ausprägungen im Menschenrechtsschutz.
Den Abschluss bildete ein Themenblock über das Energierecht. Im ersten Teil ging es darum, ob das Recht über geteilte Ressourcen (Öl und Gas) auch für erneuerbare Energien gilt, am Beispiel von Wasserkraftwerken auf geteilten Flüssen. Eine deutsche Doktorandin bereicherte das Kolloquium mit einem EU-rechtlichen Thema zur Kostenverteilung für ein künftiges europäisches Wasserstoffnetz.
Die regen Diskussionen brachten allen viel Wissenswertes: Die Doktorandinnen und Doktoranden erkannten Parallelen zwischen ihren Projekten und erhielten zahlreiche Denkanstöße für ihre Dissertationen.
Das Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die rege Diskussion, Prof. Dr. Erika de Wet, LL.M. (Harvard) für die Leitung sowie Ass.-Prof. Dr. Christiane Ahlborn, LL.M. (Harvard), Ass.-Prof. Dr. Yvonne Karimi-Schmidt und ao. Prof. Dr. Gerd Oberleitner für ihre Teilnahme und ihre Beiträge.