In der neusten Ausgabe der Austrian Review of International and European Law Online nimmt Natascha Gojkovic, Universitätsassistentin am Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen, eine vergleichende Untersuchung von Gutachtenverfahren über staatliche Verpflichtungen zur Bekämpfung des Klimawandels vor. Der Beitrag belichtet den Internationalen Gerichtshof (IGH) und den Internationalen Seegerichtshof (ITLOS) und vergleicht deren Zuständigkeit, Verfahrensregeln und rechtliche Grundlagen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, weshalb beide Gerichte trotz eines gemeinsamen Ziels unterschiedliche institutionelle und prozessuale Ansätze verfolgen. Dabei zeigt der Beitrag, dass insbesondere die Beratungszuständigkeit des ITLOS weiterhin erhebliche rechtliche Kontroversen aufwirft, während der IGH auf einer deutlich gefestigteren Grundlage agiert. Zugleich werden die jüngsten Entwicklungen im internationalen Klimarecht in einen größeren Zusammenhang eingeordnet und aufgezeigt, wie Gutachtenverfahren zunehmend genutzt werden, um völkerrechtliche Verpflichtungen in globalen Zukunftsfragen zu präzisieren.
Der Artikel kann hier abgerufen werden: Austrian Review of International and European Law Online 29 (2024), S. 69 ff.