Nach monatelanger intensiver Vorbereitung und erfolgreichen Friendly Rounds ging es zum Abschluss des Wettbewerbs für das Team der Universität Graz nach Den Haag, wo von 3. bis 6. Juni 2026 die Finalrunden abgehalten wurden.
Der Telders Moot Court zählt zu den größten völkerrechtlichen Wettbewerben und bietet Studierenden die Möglichkeit, die Arbeit des Internationalen Gerichtshofs anhand eines fiktiven Falles praxisnah kennenzulernen. Im Rahmen des Wettbewerbs verfassen die Teams zunächst Schriftsätze und treten anschließend in simulierten Gerichtsverhandlungen gegeneinander an.
Der Auftakt der Finalwoche erfolgte am Mittwochabend mit einem gemeinsamen Empfang und Abendessen im Friedenspalast in Den Haag. Dabei bot sich den TeilnehmerInnen die Gelegenheit, nicht nur die anderen Teams kennenzulernen, sondern auch bereits bekannte Gesichter aus den vorangegangenen Proberunden wiederzutreffen und sich über die vergangenen Monate auszutauschen.
An den darauffolgenden beiden Tagen stellten sich die TeilnehmerInnen den mündlichen Verhandlungsrunden. Das Grazer Team, bestehend aus Viktoria Schirnhofer, Jana Tsybrovskyy, Charlotte Vereecken und Mechthild Wochesländer, konnte dort seine Argumente vor renommierten VölkerrechtlerInnen als RichterInnen präsentieren und sich deren Fragen stellen.
Der Freitagabend stand ganz im Zeichen der traditionellen Abschlussfeier am Strand von Scheveningen. Hier konnten die TeilnehmerInnen die vergangenen Tage Revue passieren lassen, bevor die beiden Finalistenteams verkündet wurden.
Das Grazer Team konnte bei den mündlichen Verhandlungen auf Seiten des Klägers den 11. Platz sowie auf Seiten des Beklagten den 13. Platz erzielen. In der Gesamtwertung belegte das Team damit den 12. Platz unter den teilnehmenden Universitäten aus ganz Europa.
Am Samstagvormittag verfolgte das Grazer Team die Finalrunde im Friedenspalast und wohnte der anschließenden Zeremonie bei.
Das Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen möchte sich an dieser Stelle insbesondere bei der Universität Leiden für die Organisation und Abhaltung des Moot Courts bedanken. Besonderer Dank gilt Prof. Dr. N.B. Blokker, dem Supervisory Board sowie dem Telders Organizing Office, welche die Durchführung des diesjährigen Moot Courts ermöglicht haben.
Des Weiteren bedankt sich das Team an dieser Stelle ebenfalls bei allen an der Vorbereitung Involvierten, insbesondere dem Rektorat der Universität Graz, dem REWI Dekanat, CMHF-Infinitus und Rhetoriktrainerin Monika Schmidt für die anhaltende Unterstützung. Ein ganz großes Dankeschön gilt insbesondere den beiden Coaches, welche das Team das ganze Jahr über begleitet haben – Univ.-Prof. Dr. Erika de Wet, LL.M. (Harvard) und Mag. Natascha Gojkovic.
Mit dem Finale in Den Haag endet der 49. Telders Moot Court. Für das Grazer Team bleiben neben den erzielten Erfolgen vor allem zahlreiche wertvolle Erfahrungen, neue Kontakte und unvergessliche Erinnerungen aus einem intensiven Wettbewerbsjahr.