Dr. Lisa Seyfried, ehemalige Universitätsassistentin am Institut für Völkerrecht und internationale Beziehungen verteidigte am 26. Mai 2026 ihre Dissertation zum Thema „Die völkerrechtliche Staatenimmunität im österreichischen Zivilverfahrensrecht: Eine Analyse der Entscheidungen nationaler und internationaler Gerichte“.
Ihre herausragende Arbeit widmet sich der Analyse des nationalen Ansatzes des OGH zur restriktiven Staatenimmunität im Völkerrecht, der den Justizgewährungsanspruch des Klägers stets berücksichtigt. Nach der Darstellung der maßgeblichen Aspekte des völkerrechtlichen Staatenimmunitätsrechts und des Gerichtsbarkeitsrechts untersucht die Arbeit die prozessualen Auswirkungen des Bestehens der Staatenimmunität im österreichischen Zivilprozess sowie die nationale österreichische Entscheidungspraxis zu den Ausnahmen von der staatlichen Immunität im Sinne der restriktiven Staatenimmunität. Dabei gelangt sie zu dem Ergebnis, dass die österreichische Rechtsprechung in bestimmten immunitätsrechtlichen Bereichen zur Festigung der Staatenpraxis und zur Fortentwicklung des Völkerrechts beiträgt. In anderen Aspekten wird deutlich, dass dem Pluralismus ein gewisser Vorrang einzuräumen ist, da Staaten im Bereich der Staatenimmunität als Schnittstelle zum nationalen Zivilverfahrensrecht über ein entsprechendes Ermessen verfügen.
Die Dissertation wurde von Institutsleiterin Univ.-Prof. Dr. Erika de Wet, LL.M. (Harvard) sowie von Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Garber betreut.
Institutsleiterin Univ.-Prof. Dr. Erika de Wet:
Ich gratuliere Frau Dr. Seyfried im Namen des Instituts zur erfolgreichen Verteidigung der Dissertation und wünsche ihr für ihren weiteren Weg alles Gute. Ihre Arbeit rezipiert wichtige Fragen der völkerrechtlichen Immunität im nationalen Recht und stellt somit einen wertvollen Beitrag zur Fortentwicklung der österreichischen Rechtswissenschaft.
Dr. Lisa Seyfried:
Mit dem erfolgreichen Abschluss meines Doktoratsstudiums endet ein bedeutender Lebensabschnitt, den ich mit großer Freude und Dankbarkeit abschließe. Mein herzlicher Dank gilt dem gesamten Institut für die inspirierende Zeit und das angenehme Arbeitsumfeld. Besonders danke ich Univ.-Prof. de Wet und Univ.-Prof. Garber für ihre wertvolle Unterstützung und hervorragende Begleitung während meiner Dissertation.