Vom 20. bis zum 22. Mai 2026 nahm Rareș-David Chioreanu, Universitätsassistent am Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen, an der 66. Jungen Tagung Öffentliches Recht in Göttingen teil.
In seinem Vortrag „Zwischen Recht und Religion: Die Mystik der verfassungsgerichtlichen Entscheidung“ skizzierte er die freiheitlich-demokratische Grundordnung als neue Bürgerreligion, in der der allmächtige Gott durch den Verfassungsstaat und die Priester durch die Verfassungsrichterinnen und -richter ersetzt würden. Den Grund dafür führte er auf die urmenschliche Tendenz zurück, Autorität zu sakralisieren, was in dem säkular verstandenen Staat zu einem Paradoxon führe. So werde aber das System durch die rituelle Schaffung von Autorität am Leben gehalten.
Weiterhin erhielt er die Gelegenheit, im Rahmen des Arbeitskreises junger Völkerrechtswissenschaftler*innen, sich mit fachnahen Kolleginnen und Kollegen zu vernetzen und in einem Kolloquium in die fachliche Diskussion zu kommen.
Die Junge Tagung Öffentliches Recht ist die größte jährlich stattfindende Konferenz für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler im öffentlichen Recht und verbindet Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. 2026 lag das Thema „Recht und Gericht“ im Fokus.